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Zweiradmarkt: Jetzt wächst der Optimismus

Großburgwedel. Nach einer statistischen Vollbremsung im vergangenen Jahr mit einem Minus von 34,1 Prozent bei den Neuzulassungen hofft die niedersächsische Zweirad-Branche auf „die bereinigte Realität“. Dank einer starken Nachfrage nach gebrauchten Motorrädern und rollern mit einer Steigerung um 2,4 Prozent habe der Markt für neue und gebrauchte Zweiräder einen Verlust von 8,5 Prozent realisiert. Dies entspreche 64.280 (Vorjahr: 70.214) Zulassungen und Halterwechseln, davon 13.792 (Vorjahr: 20.918) Neuzulassungen.

Bley verwies auf die durch die neue Norm ausgelösten Marktverzerrungen im vergangenen Jahr. Zum 1. Januar 2025 sei die neue Emissionsnorm Euro5+ für Motorrad Neuzulassungen in Kraft getreten, was zum Jahresende 2024 einen Run auf die Euro-5-Modelle ausgelöst hatte. Die Händler seien gezwungen gewesen, ihre noch vorhandenen Euro5-Modelle im Preis drastisch zu reduzieren oder sie als Tageszulassungen anzubieten. Dieser Vorgriff auf die Zukunft habe das Jahresergebnis 2025 ruiniert.

Auch die beliebte 125er Klasse, die mit der Fahrerlaubnis B196 gefahren werden können, sei unter die „statistischen Räder gekommen“. 3.256 (Vorjahr: 5.698) Neuzulassungen seien ein Einbruch von 42,9 Prozent gewesen. Gebrauchte 125er hätten ein kleines Plus von 2,9 Prozent realisiert.

Für die neue Saison 2026 hoffe die Branche auf eine Modelloffensive: Preiswerte Mittelklasse-Motorräder und neue E-Modelle sollen die Käufer wieder in die Schauräume ziehen. Ob dieser Plan aufgehe, werde sich mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr zeigen. Hoffnung stärken zwei Trends: Impulse für die immer noch schwache Elektromobilität und die Rückkehr längst vergessener Marken wie die von Pininfarina mitgestaltete Capetown 7X, Norton oder Morbidelli.